Schlafstörungen als zentrales Symptom der Wechseljahre
Schlafstörungen treten in jedem Alter und bei jedem Geschlecht auf. Manche Menschen neigen durch genetische Veranlagung oder berufliche bzw. private Erfordernisse wie Schichtdienst oder regelmäßigen Wechsel der Zeitzonen besonders dazu.
Schlafstörungen sind aber auch ein Leitsymptom in den Wechseljahren und stellen global gesehen eines der häufigsten, wenn nicht das häufigste, weil meist genannte Symptom der Wechseljahre dar. Übrigens auch dasjenige, welches von den Betroffenen am unangenehmsten empfunden wird.
Arten von Schlafproblemen in den Wechseljahren
Schlafstörungen zählen zu den ersten Anzeichen der beginnenden Hormonveränderungen, sie begleiten Frauen häufig während der gesamten Wechseljahre und nicht selten auch noch danach.
Grundsätzlich werden drei Arten von Schlafstörungen unterschieden:
- Einschlafstörungen,
- Durchschlafstörungen, also nächtliches Aufwachen nach dem Einschlafen, und
- ungewollt frühes Aufwachen.
Bei der für die Wechseljahre typischen Form wachen Frauen durch die nächtlichen Hitzewallungen und Schweißausbrüche mit Herzrasen, also durch die sogenannten vasomotorischen Beschwerden, auf. Frauen leiden daher in den meistens Fällen unter Durchschlafstörungen, und diese betreffen etwa 80 % aller Frauen mit Hitzewallungen.

WISSENSWERTES
Schlafstörungen und Lebensqualität
Mehr als die Hälfte aller Frauen in den Wechseljahren berichten über Schlafstörungen, und unter den über 50jährigen leiden Frauen doppelt so häufig unter Schlafstörungen wie Männer.
Statistische Erhebungen sprechen davon, dass Schlafstörungen in der Summe für den größten Verlust an Lebenszeit mit lebenswerter Lebensqualität einhergehen, noch vor chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Depression oder Gelenkbeschwerden. Schlafstörungen verursachen deshalb auch enorme Kosten im Gesundheitswesen mit einem deutlichen Anstieg in den letzten 20 Jahren.
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Ursachen von Schlafstörungen in den Wechseljahren
Hormonelle Veränderungen als Ursache
Bislang gibt es keine medizinischen Nachweise für einen direkten Einfluss der Sexualhormone auf die Entstehung von Schlafstörungen. Dadurch, dass infolge der Umstellung der Sexualhormone in den Wechseljahren die vasomotorischen Beschwerden auftreten, sind diese hormonellen Veränderungen doch als häufigste Ursache von Schlafstörungen in den Wechseljahren zu sehen.
Weitere mögliche Ursachen
Neben den hormonellen Veränderungen kommen auch andere Faktoren als mögliche Ursachen von Schlafstörungen in den Wechseljahren in Frage:


WICHTIG
Schlafstörungen in den Wechseljahren vorbeugen und behandeln
Schlafstörungen führen zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität, weil mit der resultierenden Müdigkeit am Tage die allgemeine Leistungsfähigkeit sinkt und freie Zeit nicht genossen werden kann bzw. mit Schlaf verbracht werden muss. Umso wichtiger sind Maßnahmen zur Verbesserung der Schlafhygiene.
Ein guter Schlaf hängt von einigen Faktoren ab und nicht selten findet sich darunter die Ursache für schlafarme Nächte. Oft kann durch Änderungen im Lebensstil und einer sogenannten Schlafhygiene wieder ein erholsamer Schlaf hergestellt werden.
Schlafstörungen Wechseljahre: Empfehlungen für die Ernährung
Für guten Schlaf sind das Schlafhormon Melatonin sowie das Serotonin wichtig, sie regeln die Wach- und Schlafphasen. Beide bildet der menschliche Körper aus der Aminosäure Tryptophan. Logischerweise sollte bei Schlafproblemen Ihre Ernährung auf tryptophanreiche Lebensmittel ausgerichtet sein. Reich an Tryptophan sind u.a. Käse, Eier, Fleisch, Geflügel und Fisch.
Ernährungstipps für besseren Schlaf
1. Bananen sind gut für den Schlaf
Bananen sind reich an Tryptophan. Diese Aminosäure ist die Vorstufe des Schlafhormons Melatonin und Serotonin, d.h. der menschliche Körper benötigt Tryptophan zur ihrer Bildung.
2. Einschlafprobleme? Knabbern Sie Nüsse (statt Chips)
Nüsse sind gesund und sorgen nebenbei dafür, uns besser schlafen zu lassen. Insbesondere Cashewnüsse, Mandeln und Walnüsse sind bei Einschlafproblemen zu empfehlen, denn sie enthalten u.a. Tryptophan und Magnesium.
3. Einschlafprobleme? Warme Milch mit Honig als Schlummertrunk
Heiße Milch mit Honig ist wohl die gängigste Empfehlung für einen Schlummertrunk. An der Milch kann die Wirkung nicht liegen, dafür ist die Menge an Tryptophan zu gering, Vielmehr liegt es am warmen Getränk und dem Ritual, dass danach besser geschlafen wird.
Tipps für eine gute Schlafhygiene in den Wechseljahren
Schlafexpert:innen empfehlen für guten Schlaf auf eine gute Schlafhygiene zu achten, völlig unabhängig davon ob Schlafprobleme vorliegen oder nicht. Dazu zählen u.a.:
1. Regelmäßiger Schlafrhythmus
Möglichst immer zur selben Zeit zu Bett gehen und aufstehen – auch am Wochenende.
2. Eher kühle Temperatur im Schlafzimmer
Etwa 18 Grad gelten als optimal.
3. Angenehme Bettwäsche
4. Keinen langen Mittagsschlaf
5. Kein Alkohol, Koffein oder Nikotin am späten Abend
6. Keine störenden Licht- und Geräuschquellen im Schlafzimmer
7. Kein Fernseher in das Schlafzimmer
8. Keine Geräte mit blauem Licht (Smartphone, Laptop usw.) mit ins Schlafzimmer nehmen
Auch soll es helfen, sich auf die Nachtruhe einzustimmen, also etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen eine Art von Ritual zu entwickeln. Ein Kräutertee mit Baldrian, Lavendel & Melisse oder eine heiße Milch mit Honig als Schlummertrunk, warme Getränke sollen nämlich das Einschlafen erleichtern. Zum Entspannen ein bisschen Lesen oder Meditieren. Oder nehmen Sie eine warme Dusche, das entspannt den Körper und hilft beim Einschlafen.
Risiken von Schlafmitteln
Schlafmittel sind generell kritisch zu betrachten. Wenn es nicht anders geht, sollten Sie darauf achten, dass sie nur für kurze Zeit eingenommen werden. Ein Grund ist, dass meistens ein Gewöhnungseffekt eintritt, sprich die Wirkung lässt nach und dann kommt es häufig zu einer Dosissteigerung. Interessant ist übrigens auch, dass es gerade beim Absetzen von verschreibungspflichtigen Schlafmitteln zu noch stärkeren Schlafproblemen kommen kann, in der Medizin nennt sich das Phänomen: Absetzschlaflosigkeit. Nicht selten führen diese Mechanismen zu einer Schlafmittelabhängigkeit.
menoelle® und Schlafstörungen
Durch den ganzheitlichen Wirkansatz sind menoelle® Tabletten das Mittel der Wahl zur wirksamen, phytoöstrogen-freien und gut verträglichen Linderung von Wechseljahresbeschwerden, insbesondere wenn eine klassische oder pflanzliche Hormontherapie nicht möglich oder gewünscht ist.
Wenn depressive Verstimmungen, Ängstlichkeit, innere Unruhe und Schlafstörungen hinzukommen, dann ist menoelle® PLUS die optimale Hilfe.
menoelle® PLUS verbindet den ganzheitlichen Ansatz von EstroG-100© bei typischen Begleiterscheinungen der Wechseljahre mit der klinisch bewiesenen Wirkung von einem hochkonzentrierten Safranextrakt bei Symptomen wie depressive Verstimmungen, Ängstlichkeit, innerer Unruhe und Schlafstörungen.
Klinisch nachgewiesene Schlafverbesserung: In einer klinischen Studie konnte gezeigt werden, dass der hochkonzentrierte Safranextrakt eine Schlaflosigkeit um etwa 25% reduziert und die Schlafqualität um rund 20% verbessert.

WUSSTEN SIE ES SCHON?
Ein- oder Durchschlafprobleme in den Wechseljahren
Wenn Sie nicht (wieder) einschlafen können, bringt es in aller Regel nichts, sich von einer Seite auf die andere zu wälzen. Stattdessen sollten Sie bei Ein- oder Durchschlafproblemen nach Meinung von Schlafexpert:innen aufstehen und sich eine gewisse Zeit mit entspannenden Dingen ablenken, beispielsweise ein Buch lesen. Auch ein warmes Getränk kann helfen. Danach klappt es bei vielen Menschen mit dem Einschlafen besser, vielleicht auch bei Ihnen.
Schlafstörungen Wechseljahre: Was tun?
Bei Schlafstörungen in den Wechseljahren gibt es neben einer guten Schlafhygiene und individuellen Schlafritualen eine ganze Reihe an guten Ratschlägen, die Sie ausprobieren sollten, bevor Sie zu Schlafmitteln greifen.
1. Bewegung für den Schlaf
Sport, Freizeitaktivitäten und körperliche Betätigung sind immer ratsam, sie sind gut für die Gesundheit, zugleich helfen sie beim Stressabbau und reduzieren Stresshormone im Körper, die den Schlaf stören können. Letztlich macht Bewegung auch etwas müde und führt zu einem besseren Schlaf.
2. Für Entspannung sorgen
Entspannung ist das A&O für einen guten Schlaf, deshalb können ein Körper-Bewusstseinstraining wie Yoga, Meditation, autogenes Training oder spezielles Schlaf-Verhaltenstraining am Abend helfen, besser zu schlafen.
3. Warme Dusche am Abend
Abends eine warme Dusche oder ein Bad machen den Körper warm und helfen zu Entspannen. Auch warme Füße sollen hilfreich sein, deshalb sollten Sie bei Schlafstörungen Socken im Bett oder eine wärmende Decke an den Füßen probieren.
4. Durchschlafprobleme? Versuchen Sie es mal mit Magnesium
Magnesium vor dem Schlafengehen entspannt den Körper und führt so zu einem besseren Schlaf. Gerade wenn Stress im Spiel ist, kann es zu einem Magnesiummangel und damit zu einer Beeinträchtigung des Schlafes kommen.
5. Durchschlafprobleme? Verzichten Sie auf Alkohol
Falls Sie abends gerne ein Glas Wein trinken, sollten Sie das vielleicht überdenken. Landläufig hält sich die Meinung, dass Alkohol das Schlafen erleichtert. Doch regelmäßiger Alkoholkonsum hat einen negativen Einfluss auf die Schlafqualität, trotz ausreichend Schlaf stellt sich keine Erholung ein, außerdem ist der Schlaf weniger tief und unruhiger, insbesondere in der zweiten Nachthälfte. Besser wäre alkoholfreies Bier. Hopfen ist bekanntermaßen schlaffördernd.



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Extreme Schlafstörungen Wechseljahre: Arzt-/Ärztinnenbesuch
Wenn Sie regelmäßig Schlafprobleme haben und keine offensichtliche Ursache in Frage kommt, ist ein Besuch bei Ihrer Hausärzt:in angesagt. Zur Orientierung dient die sogenannte Dreierregel zu Schlafproblemen: In mehr als drei aufeinanderfolgenden Wochen
in jeweils mehr als drei Nächten
jeweils für mehr als drei Stunden.
Im Ärzt:innengespräch steht zunächst eine Anamnese mit Fragen zur Schlafqualität, eine körperliche Untersuchung und eventuell eine Bestimmung von Laborwerten an. Beispielsweise können Schlafstörungen von einem unbehandelten Bluthochdruck, einer unerkannten Magenerkrankung oder einer Schilddrüsenfunktionsstörung kommen. Um konkrete Hinweise auf Schlafprobleme zu identifizieren, kann ein Schlaftagebuch notwendig sein, in dem über 14 Tage bestimmte Parameter erfasst werden, die den Schlaf beeinflussen können. In besonders schweren Fällen kann auch ein Aufenthalt in einem Schlaflabor in Frage kommen.
Unter Umständen muss eine Fachärzt:in hinzugezogen werden, das können Fachgebiete wie Innere Medizin, Endokrinologie, HNO oder Zahnmedizin sein.
