Erste Anzeichen Wechseljahre: Wie machen sich beginnende Wechseljahre bemerkbar?
Irgendwann ist es bei jeder Frau soweit. Der Vorrat an Eizellen geht zur Neige und der weibliche Körper reagiert darauf mit hormonellen Anpassungen, die sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen können.
Etwa ein Drittel aller Frauen in den Wechseljahren hat keinerlei oder nur geringe Begleiterscheinungen, ein weiteres Drittel mäßige Beschwerden und das andere Drittel ausgeprägte Symptome, die behandlungsbedürftig sein können.
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Bekannteste und häufigste Anzeichen der Wechseljahre bei Frauen
Die frühe Phase der Wechseljahre ist üblicherweise durch lästige, aber meist harmlose Anzeichen der Wechseljahre wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Müdigkeit, oder Schlafstörungen geprägt.
Unter Hitzewallungen leiden etwa zwei Drittel aller Frauen. Sie sind das häufigste Symptom und legen sich im Verlauf der Wechseljahre wieder von alleine.
In der späten Phase und nach der Menopause kann es zu Folgeerkrankungen wie Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Probleme bzw. zu Haarausfall oder Scheidentrockenheit kommen.

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Anzeichen Wechseljahre: Symptome in den einzelnen Phasen
Die Wechseljahre (im Fachbegriff auch Klimakterium genannt) unterteilen sich in 3 Phasen, die Prämenopause, die Perimenopause und die Postmenopause, die sich in ihren Anzeichen und deren Intensität unterscheiden.
Erste Anzeichen für den Beginn der Wechseljahre: Prämenopause
Der erste Schritt in die Wechseljahre beginnt mit der Prämenopause. Diese Phase kann mit etwa 35 Jahren anfangen und erste Anzeichen können signalisieren, dass sich der Hormonhaushalt langsam verändert. In dieser Phase beginnt der weibliche Körper weniger Schwangerschaftshormone (also Progesteron) zu bilden, so dass es zu einer sogenannten Östrogendominanz kommen kann.
Die beginnenden hormonellen Veränderungen äußern sich im Allgemeinen in unregelmäßigeren oder stärkeren Monatsblutungen. Die Monatszyklen werden anfangs oft kürzer, später oft länger und Spannungsgefühle in den Brüsten können auftreten. Auch Stimmungsschwankungen mit erhöhter Reizbarkeit sowie Schlafstörungen sind in dieser Phase nicht selten.
Welche Anzeichen sind in der Prämenopause typisch?
Reizbarkeit
Weitere Anzeichen in der Perimenopause
Die Perimenopause ist die Hauptphase der Wechseljahre, sie tritt üblicherweise bei einem Alter von 45 bis 50 Jahren auf und dauert im Schnitt rund 4 Jahre. Sie mündet in die Menopause, dem Zeitpunkt der letzten Regelblutung, zumeist bei einem Alter von 51 – 52 Jahren. Diese Phase ist vor allem dadurch geprägt, dass die Eierstöcke zunehmend weniger Östrogene produzieren und die Regelblutungen noch unregelmäßiger werden.
Die Hauptsymptome der Perimenopause sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Nachtschweiß. Zudem stellt sich Müdigkeit ein und die Haut und Schleimhäute werden spröder und trockener.
Welche Anzeichen sind in der Perimenopause typisch?
Veränderte
Monatsblutungen
Trockene Haut
Anzeichen der Postmenopause
Die Wechseljahre enden mit der Menopause, also der letzten Monatsblutung. Das Durchschnittsalter bei der Menopause liegt bei rund 50 Jahren mit einer Spanne von 40 und 60 Jahren. Frauen, die rauchen oder unter Depressionen leiden, haben die Menopause meist etwas früher. Frauen mit Übergewicht und Frauen, die Kinder bekommen haben, meist etwas später.
Die Postmenopause beginnt definitionsgemäß, wenn mindestens ein Jahr lang keine Regelblutungen mehr aufgetreten sind. Ab diesem Zeitpunkt stabilisieren sich die Hormonspiegel, der weibliche Körper gewöhnt sich zunehmend an die veränderte hormonelle Situation und die Wechseljahresbeschwerden lassen im Allgemeinen nach.
Nach der Menopause kommt es nicht selten zu einer depressive Verstimmung und Schlafstörungen sowie zu Haarausfall oder Scheidentrockenheit und es können sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine Osteoporose entwickeln.
Abklingende Symptome: Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Nachtschweiß
Welche Symptome sind für die Postmenopause typisch?
Ausbleibende
Monatsblutungen
Erschöpfung
Hautalterung
Blasenschwäche
Risiko für Osteoporose
Erste Symptome der Wechseljahre: Tipps für Frauen bei ersten Anzeichen
Auch wenn jede Phase der Wechseljahre ihre Besonderheiten hat, gibt es ein paar allgemein gültige Empfehlungen, die Ihnen helfen, diesem Lebensabschnitt optimal zu begegnen:
1. Optimieren Sie Ihre Ernährung: Essen Sie viel Gemüse und gesunde Lebensmittel. Ergänzen Sie mit Vitalstoffen und füllen Sie eventuelle Mängel auf.
2. Bewegen Sie sich regelmäßig und treiben Sie, sofern möglich, Sport. 20 – 30 Minuten bewusste Bewegung pro Tag genügen bereits.
3. Schlafen Sie ausreichend. Ein guter Schlaf ist wichtig, um erholt in den Tag zu gehen. Sorgen Sie deshalb für einen regelmäßigen Schlaf, bei Schlafproblemen kann eine sogenannte Schlafhygiene helfen.
4. Sorgen Sie für sich. Entspannung ist in dieser Zeit ganz wichtig. Yoga, Meditation, Lesen, Musik hören, Spaziergänge in der Natur helfen Ihnen dabei.
5. Betrachten Sie die Veränderungen und Symptome als etwas Normales und Gutes, und nicht als etwas Negatives.
6. Führen Sie ein aktives und erfüllendes Leben. Besuchen Sie Konzerte und Theater, fangen Sie ein neues Hobby an, treffen Sie sich mit Familie, Freund:innen und Gleichgesinnten.
7. Lassen Sie Ihrem Körper Zeit, ein neues Gleichgewicht zu finden.

Arzt-/Ärztinnenbesuch bei ersten Anzeichen der Wechseljahre
Eine Abklärung durch Ihre Haus- oder Frauenärzt:in ist immer dann ratsam, wenn Sie es genau wissen wollen oder unsicher sind, ob Sie wirklich in den Wechseljahren sind oder Ihre Beschwerden nicht andere Ursachen haben.
In einer ärztlichen Praxis können bestimmte Hormonwerte untersucht werden, die Blutwerte für Östradiol, Progesteron, Follikelstimulierendes Hormon (FSH) oder Anti-Müller-Hormon (AMH) können auf das Vorliegen der Wechseljahre hinweisen.
Bei leichten oder moderaten Beeinträchtigungen bietet sich eine Selbstmedikation mit freiverkäuflichen Mitteln an. Wenn Ihre Beschwerden stark ausgeprägt sein sollten, könnte eine Hormonersatztherapie infrage kommen. Gegen typische Begleiterscheinungen der Wechseljahre wie Hitzewallungen, Scheidentrockenheit oder Haarausfall gibt es auch wirksame phytoöstrogen-freie Behandlungsmöglichkeiten.
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