PMS Symptome Wechseljahre: Wie erkenne ich PMS?
Das Prämenstruelle Syndrom hat viele Gesichter, wobei manche Frauen eher unter körperlichen Einschränkungen leiden, andere wiederum eher unter seelischen und geistigen Symptomen. Auch die Kombination aus allen drei Bereichen ist häufiger zu beobachten. Meist zeigen sich die ersten Anzeichen einige Tage vor der Menstruation, erreichen dann ihren Höhepunkt und klingen zu Beginn der Regelblutung wieder ab.
Zu den häufigsten körperlichen Symptomen zählen unter anderem
Kopfschmerzen, Migräne
Krampfhafte Unterleibsschmerzen
Stechende oder ziehende Rückenschmerzen
Hohe Schmerzempfindlichkeit
Verdauungsstörungen wie Übelkeit, Durchfall, Blähungen
Kreislaufprobleme
Doch auch geistige Beschwerden treten häufig bei PMS auf, so zum Beispiel
Konzentrationsprobleme
Eingeschränkte Merkfähigkeit
Herabgesetzte Aufmerksamkeit
Nicht zuletzt gibt es auch eine Reihe seelischer Symptome, die im Zusammenhang mit PMS auftreten, wie
Antriebslosigkeit
Erhöhte Reizbarkeit bis hin zu Aggression
Erhöhte Ängstlichkeit, Panikattacken
PMS in den Wechseljahren: Ursachen
Bis heute ist noch nicht eindeutig geklärt, warum manche Frauen unter PMS leiden oder warum die Intensität von Frau zu Frau so stark schwankt. Klar ist jedoch, dass die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron eine Rolle spielen. So reagieren manche Frauen empfindlicher auf Abbauprodukte der Sexualhormone, bei anderen wiederum kommt es zu einer Wechselwirkung zwischen Sexualhormonen und Botenstoffen. Beide Faktoren können in Bezug auf PMS als ursächlich betrachtet werden, allerdings spielen auch Aspekte wie Genetik, Umwelt und Vorerkrankungen eine wesentliche Rolle.
Hat man in den Wechseljahren PMS?
Am häufigsten sind Frauen zwischen dem 30. und 45. Lebensjahr von PMS betroffen. Manchmal lassen die Symptome mit dem Beginn der Wechseljahre nach. Der sinkende Hormonspiegel geht mit immer weniger Menstruationszyklen einher, sodass auch menstruationsabhängige Beschwerden seltener werden. Ein anderes Mal intensivieren sich die PMS-Symptome und vergesellschaften sich mit diversen Wechseljahresbeschwerden. Grund ist zum einen die Überreizung der Östrogen- und Progesteronrezeptoren bei Frauen durch die bestehende PMS. Zum anderen beeinflussen sich soziale, individuelle, berufliche und körperliche Aspekte gegenseitig.
WISSENSWERTES
Früher Menopause durch PMS?
Forscher analysierten die Daten von fast 4.000 Frauen, welche über 20 Jahre lang untersucht wurden. Der Schwerpunkt lag einerseits auf den PMS-Symptomen und andererseits auf den Wechseljahresbeschwerden. Es stellte sich heraus, dass Frauen, welche vor dem 40. Lebensjahr unter PMS litten, signifikant früher die Menopause erreichten als Frauen ohne PMS-Beschwerden. Darüber hinaus litten die Betroffenen auch deutlich häufiger unter mittleren bis schweren Wechseljahresbeschwerden als die Frauen der Kontrollgruppe. Diese Zusammenhänge waren unabhängig von psychischen Erkrankungen, sozialen und körperlichen Faktoren.
Diagnose von PMS
Um das Prämenstruelle Syndrom zu diagnostizieren, bedarf es einer ausführlichen Anamnese. Denn erst im Rahmen des Patientinnen-Mediziner-Gespräches wird deutlich, welche Beschwerden zu Tage treten und wie diese im zeitlichen Zusammenhang mit der Regelblutung stehen. Führen Frauen im Vorfeld ein Zyklus- und Symptomtagebuch, kann das helfen, alle Beschwerden richtig zu dokumentieren. Auf dieser Basis lassen sich dann die Details gemeinsam analysieren. Des Weiteren gibt es auch spezielle Fragebögen. Diese helfen einerseits, sämtliche ursächliche Erkrankungen auszuschließen und andererseits auch die Einschränkung der Lebensqualität darzulegen.

Behandlung von starken PMS Symptomen in den Wechseljahren
Nicht jede Frau, die an PMS leidet, ist in ihrem alltäglichen Leben stark eingeschränkt. Manche Betroffene können den Anforderungen weitestgehend gut nachkommen, während andere Frauen richtiggehend krank sind. Deshalb hängt die Behandlung der PMS von der Art und Intensität ab. Grundsätzlich gibt es deshalb verschiedene Therapieansätze. Zum einen helfen Medikamente gegen die meisten PMS-Beschwerden. So lassen sich mittels Analgetika Kopf-, Rücken- oder Unterleibsschmerzen gut behandeln, während Antidepressiva vor allem bei schwerer PMS-Symptomatik mit psychischen Störungen eingesetzt werden.
Eine andere Therapiemethode ist die Applikation von Hormonen. Diese wirken regulierend auf den schwankenden Östrogen- und Progesteronhaushalt. Dadurch stabilisiert sich in der Regel auch das PMS. Weitaus schonender sind Phytotherapeutika mit Mönchspfeffer, Frauenmantel und Silberkerze. Diese können bei PMS Beschwerden in den Wechseljahren lindernd gegen körperliche und psychische Symptome eingesetzt werden. Die Nebenwirkungen sind im Gegensatz zu synthetischen Hormonen nahezu marginal.
PMS Wechseljahre: Tipps zur Vorbeugung und Linderung der Symptome
1. Sport und Bewegung
Sport und Bewegung an der frischen Luft ist in jedem Alter gut. Doch besonders Frauen in den Wechseljahren, die auch unter PMS-Beschwerden leiden, sollten regelmäßig aktiv werden. Denn körperliche Bewegung hilft, Stress abzubauen, das Körpergewicht zu halten, das Herz-Kreislauf-System zu aktivieren und den Schlaf zu fördern. Am besten eignen sich Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Joggen oder Schwimmen. Vielleicht finden Sie ja eine Freundin, die mit Ihnen zusammen aktiv wird.
2. Gesunde Ernährung
Studien ergaben, dass schlanke oder normalgewichtige Frauen seltener an PMS in den Wechseljahren leiden als übergewichtige Frauen. Der genaue Zusammenhang konnte bisher noch nicht geklärt werden. Dennoch spielt die gesunde Ernährung eine wichtige Rolle. Achten Sie deshalb auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst, Gemüse sowie Omega-3-Fettsäuren und trinken Sie mindestens 2 Liter täglich.
3. Ausreichend Schlaf
Insbesondere wenn sich das PMS bei Ihnen vermehrt durch psychische Symptome zeigt, sollten Sie ein Augenmerk auf den Schlaf legen. Denn Schlafmangel, Stress und Unruhe sorgen für Gereiztheit, Aggression oder Depression. Halten Sie deshalb ein gutes Gleichgewicht, schlafen Sie ausreichend und bauen Sie auch Entspannungs- und Ruhephasen tagsüber in den Alltag ein.
4. Genussmittel meiden
Während der PMS-Tage sollten Sie Nikotin, Koffein und Alkohol unbedingt meiden. Denn die enthaltenen Stoffe können die Beschwerden verstärken und die Dauer verlängern.
5. Hausmittel bei PMS in den Wechseljahren
Bei ausgeprägten PMS-Beschwerden, die Ihren Alltag einschränken, sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen und sich krank schreiben lassen. Kommen auch psychische Symptome hinzu, ist es ohnehin obligat, medizinischen Rat einzuholen. Leichte PMS-Beschwerden hingegen können Sie mit einfachen Hausmitteln behandeln. Wärme hilft in der Regel gut gegen Unterleibs- und Rückenschmerzen, kleine Zwischenmahlzeiten sind gut bei Verdauungsbeschwerden und ausreichend Flüssigkeit hilft gegen Kopfschmerzen und Müdigkeit.
